- Schwachlichtverhalten
Das Schwachlichtverhalten eines Solarmoduls gibt eine Einschätzung über das Verhalten des Solarmoduls bei bewölktem Himmel ab. Anders als in sonnenreichen Ländern wie Spanien oder die Türkei ist in Deutschland ein „durchwachsenes“ Wetter vorherrschend, bei dem sich Sonne und Schatten abwechseln. Deshalb ist es in unseren Breitengraden notwendig, sich nicht nur die mögliche maximale Leistung eines Solarmoduls anzuschauen, sondern auch das Schwachlichtverhalten. Eine optimale Lichtausbeute haben demnach Module, die das breiteste Lichtspektrum abdecken. Im Allgemeinen haben Dünnschichtmodule ein besseres Schwachlichtverhalten als kristalline Module. Module mit gutem Schwachlichtverhalten sind daher auch für Plätze mit großer Verschattungsgefahr geeignet.
- Sicherheit Photovoltaikanlage
Bei der Sicherheit von Photovoltaikanlagen muss zunächst einmal die Montage betrachtet werden. Ohne Erfahrung und körperliche Fitness sollte hier nicht auf dem Hausdach gearbeitet werden, die meisten Unfälle durch beispielsweise Absturz von der Dachkante oder durch Oberlichter und andere Öffnungen haben meist schwere bis tödliche Folgen. Des Weiteren ist natürlich der elektrische Strom eine große Gefahrenquelle bei der Montage der Solarmodule, die Spannung beträgt dabei meist mehr als 120 Volt bis hin zu 1000 Volt. Daher ist darauf zu achten das alle Teile der Anlage berührungssicher sind. Für den laufenden Betrieb der Anlage sind ebenfalls diverse Schutzsysteme für die Sicherheit der Photovoltaikanlage vorgeschrieben. So muss zum Beispiel ein Lasttrennschalter auf der Gleichstromseite vorhanden sein, weitere Einrichtungen zu Sicherheit auf der Gleichstromseite können Sicherungsautomaten, Leistungsschalter zum Regeln bzw. an und Ausschalten der Anlage und anderes sein. Auf der Wechselstromseite sind Sicherungseinrichtungen für den Blitz- sowie Überspannungsschutz erhältlich, außerdem Sicherungsautomaten mit Trennfunktion, Leistungsschalter sowie Energieverbrauchszähler und ähnliches. Da bei einer Photovoltaikanlage Stromstärken von mehreren hundert Ampere sowie mehrere hundert Volt erreicht werden können, sollte die Installation jedoch nur mit fachmännischen Kenntnissen geschehen. Für die genau benötigten Sicherungseinrichtungen der Anlage muss ebenfalls der Techniker bzw. Lieferant befragt werden, sofern man eine Eigenmontage vorzieht.
- Silizium
Silizium ist das zweithäufigste Element auf der Erde. In hochreiner Form wird es für für die Herstellung von Solarzellen verwendet. Um in der Photovoltaik Anwendung zu finden wird das Rohsilizium weiterverarbeitet zum sogenannten Solarsilizium (Sisg). Der Rohstoff Siliziumdioxid wird dabei zu polykristallinem Silizium, monokristallinem Silizium oder amorphem Silizium verarbeitet.
- Smart Grid
Der Begriff Smart Grid kommt aus England und bedeutet intelligentes Stromnetz. Im Hauptaugenmerk steht die kommunikative Vernetzung der Aggregate zur Stromerzeugung und -speicherung sowie die intelligente Verteilung zu den elektrischen Verbrauchern (Geräten) und Netzbetriebsmitteln. Ziel ist eine effiziente und zuverlässige Energieversorgung. Gerade bei der Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energiequellen entsteht ein unstetiger Stromfluss. Diesen zu kontrollieren, zu speichern und zu verteilen ist Aufgabe von Smart Grid (virtuelles Kraftwerk). Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bereitstellung von Daten. Diese können via Computer oder Smartphone ausgewertet werden. Aufgrund der Daten kann die Anlage händisch oder automatisiert gesteuert werden (zum Beispiel produziert die Anlage nur Strom, wenn die Speicher leer sind oder ein elektrisches Gerät angeschlossen wurde).
- Solaranlagen
Solaranlagen wandeln Sonnenkraft in Strom und Wärme um und machen es somit möglich Energie unabhängig von fossilen Brennstoffen zu erzeugen. Solarenergie ist deshalb besonders umweltschonend und zählt zu den erneuerbaren Energien. Es wird zwischen zwei Formen von Solaranlagen unterschieden: Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen. Photovoltaik-Solaranlagen werden aus Solarzellen produziert, welche es erlauben die Sonnenstrahlung in elektrische Energie umzuwandeln. Diese elektrische Energie kann dann entweder in das Stromnetz eingespeist oder für den Eigenverbrauch verwendet werden. 12V in Solaranlagen ist dabei eine handelsübliche Spannung. Solarthermie-Anlagen wiederum wandeln die Sonnenenergie in solare Wärme, das heißt Warmwasser oder Heizungsenergie um. Auch hierfür wird eine Solaranlage, die aus Sonnenkollektoren besteht, benötigt.
- Solaranlagen Montage
Die Solaranlagen Montage beinhaltet das Einrüsten des Gebäudes, die Installation der Befestigungssysteme auf der Dachfläche sowie das Anbringen der Module und das Anschließen der elektrischen Bauteile wie Wechselrichter und Stromzähler. Die Dauer einer Solar Montage liegt je nach Anlagengröße im Regelfall zwischen 2 bis 3 Tage. Der Planungsaufwand wird im Einzelnen abhängig von der Anlagenkonstruktion sowie der Anlagengröße, das aber mit dem Solarmonteur im Detail zumeist beim Vororttermin besprochen wird. Abschließend endet die Montage mit der Abnahme der Anlage und der Zertifizierung des Einspeisezählers durch den Anbieter. Oftmals beantragen die Anbieter bereits die Einspeisevergütung für den Anlagenbetreiber, so dass einer Inbetriebnahme nichts mehr im Wege steht. Die Dachausrichtung ist zwar wichtig für die zu erzielende Modulleistung, jedoch muss die Dachfläche nicht unbedingt nach Süden zeigen, um eine Photovoltaikanlage errichten zu lassen. Grundsätzlich haben die in Deutschland gebauten Dächer häufig einen Neigungswinkel mit Abweichungen von der Südausrichtung von bis zu 30 Grad, wobei man dort nur mit wenig Einbußen rechnen muss.
- Solarbefestigung
Selbst bei einer reinen Ost- oder Westausrichtung können durch größere Solarzellenflächen günstigere Bedingungen geschaffen werden. Der Neigungswinkel der Dachflächen muss jedoch zwischen 20 Grad und 60 Grad liegen, um eine sinnvolle Montage zu ermöglichen. Die Solarbefestigung besteht bei einer Aufdachlösung aus Edelstahldachhaken, die mit der Dachunterkonstruktion verbunden werden. Darauf werden dann Aluminium-Profilschienen als Modulträger befestigt und die Module werden zumeist vertikal drauf gesetzt. Eine Indachlösung ist bei Neubauten denkbar, da dann das Material für die Dacheindeckung eingespart werden kann, ansonsten jedoch sind Indachkonstruktionen mit Ertragseinbußen bis zu 5% nicht empfehlenswert. Es gibt auch noch die Variante der Aufständerung, diese wird durch eine Auflast oder mit Hilfe von einer mechanischen Befestigung angebracht.
- Solaranlagen Nachteile
Der größte Nachteil bei Solaranlagen ist mit Sicherheit der, dass die Sonnenstrahlung als Energiequelle nicht überall gleichmäßig verfügbar ist. Je nach Standort, Witterung und Jahreszeit schwanken die erzielbaren Energiemengen der Photovoltaikanlagen teils enorm, in der Nacht wird gar kein keine Energie mehr erzeugt. Daher können Solaranlagen die Erzeugung von Energie mittels anderer Kraftwerke erst ablösen, wenn eine zum einen die am Tag produzierte Menge an kWh auch in jedem Fall für die Nacht reichen würde und entsprechende Speichermöglichkeiten für die am Tag vorproduzierte Energie verfügbar sind. Solange dies nicht der Fall ist wird man weiterhin auf Fossile oder Atomenergie angewiesen sein um den Energiebedarf zu sichern. Der zweite Solaranlagen Nachteil sind sicherlich die relativ hohen Investitionskosten, wobei schon heute die Investitionen an Photovoltaikanlagen die der Energieversorger für konventionelle Anlagen sowie Ausbau und Wartung des bestehenden Netzes übertreffen. Trotzdem stehen vor dem Einstieg in die Solarstromproduktion hohe Kosten für die Solarmodule und die Installation an, die sich erst nach ca. 10 bis 14 Jahren wieder amortisieren. Des Weiteren kann die Standortsuche für eine geeigneten Fläche schwierig sein. Besitzt man selbst kein Haus so bleiben meist nur Gemeinschaftsanlagen, aber selbst eine ausreichend Fläche auf dem eigenen Dach oder Grundstück kann manchmal nicht genügen, falls die Fläche einen falschen Neigungswinkel besitzt, also beispielsweise die Anlage nicht Richtung Süden ausgerichtet werden kann oder aber nahe Gebäude oder Wälder durch eine Abschattung die Anlage unwirtschaftlich machen würde
- Solaranlagen Vorteile
Die Vorteile von Solaranlage sind unbestritten und sehr vielfältig. Als erstes wäre die unbegrenzte Verfügbarkeit der Sonnenstrahlung zu nennen. Diese wird sicherlich noch einige Millionen Jahre brennen und sollte bis dahin unseren Energiebedarf auf der Erde ausreichend decken können, wohingegen für fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas das Ende der Verfügbarkeit in den nächsten ca. 50 Jahren prognostiziert wird. Hier kommt auch schon der zweite Solaranlagen Vorteil ins Spiel, denn die Erzeugung von Solarstrom erzeugt keine Umweltverschmutzung wie Abgase oder Feinstaub, keine Treibhausgase wie CO2 und auch keine atomaren Abfälle. Ein anderer Vorteil ist, das zumindest für die Verteilung der Solarenergie die Strukturen bei den Netzbetreibern schon bestehen. Selbst wenn man selbst seinen Strom wegen zu viel Produktion nicht nutzen kann, wird über die Netzkopplung dieser für andere verfügbar gemacht. Außerdem ist für fast jeden im Laufe seines Lebens der Bau von zumindest einer Solaranlage oder Beteiligung an der Finanzierung möglich, was die Verbraucher unabhängig von Zentralen Netzbetreibern oder Konzernen macht. Die dezentrale Energieproduktion hat den weiteren Vorteil, das weniger Energie beim Transport des Stroms über hunderte Kilometer verloren geht. Hier können allein bis zu 15% an Energie und somit auch Kosten eingespart werden.
- Solararchitektur
Bei der Solararchitektur geht es darum Gebäude zu erschaffen, welche die Möglichkeiten zur Nutzung der Sonnenenergie voll ausschöpfen. Dafür werden verschiedene Maßnahmen ergriffen um den erforderlichen Bedarf an Heizenergie zu minimieren als auch den Energieverbrauch für kühlende Klimaanlagen zu vermeiden. Dafür wird zum einen auf großflächige Fensterflächen im Süden sowie kleine im Norden geachtet, da die Fenster die kurzwellige energiereiche Sonnenstrahlung von außen durchlassen, die bei der Reflexion, Beugung und Brechung der Strahlung im Inneren entstehende langwellige Wärmestrahlung jedoch im Haus halten. Dadurch entsteht der bekannte Treibhauseffekt, wodurch auch im Winter eine angenehm warme Temperatur erzeugt werden kann, die fast ohne zusätzliche Heizenergie auskommt. Des Weiteren ist in der Solararchitektur die Dämmung des Hauses entscheidend, da die im Inneren erzeugte Wärme nicht wieder an die Umwelt abgegeben werden soll und auch an heißen Sommertagen keine warme Luft das Haus zusätzlich zur Sonnenstrahlung erhitzen soll. Selbstverständlich ist auch der Einbau einer Solaranlage zur Unterstützung der Wassererwärmung und der Heizanlage, außerdem ist eine Photovoltaikanlage für die Stromerzeugung essentiell. Das Ziel der Anstrengungen in der Solararchitektur ist es also ein Haus zu erschaffen, das die einfallende Energie der Sonnenstrahlung so gut ausnutzt, dass am Ende des Jahres Energiebilanz von null oder sogar im positiven Bereich entsteht, dass heißt das entweder genauso viel oder mehr Energie erzeugt wie verbraucht wird.
- Solare Wertschöpfungskette
Eine Wertschöpfungskette bezeichnet ein Konzept im Management, das ein Unternehmen als eine Ansammlung von Tätigkeiten darstellt. Bei der Solaren Wertschöpfungskette handelt es sich dabei also um die Beschreibung der Tätigkeiten die zur Herstellung von Solaranlagen bzw. -modulen aus dem Ausgangselement Silizium notwendig sind. Das Silizium wird dabei im ersten Schritt der Solaren Wertschöpfungskette aus Quarzsand durch Reinigung des Sandes gewonnen. Dies ist sehr aufwendig, weshalb bei großer Nachfrage trotz der fast unbegrenzten Verfügbarkeit Engpässe in der Produktion entstehen können. Im nächsten Schritt werden dann zunächst aus dem rohen Silizium Blöcke erstellt, die sogenannten Ingots. Diese werden dann in dünne Scheiben von unter einem Millimeter geschnitten und werden ab sofort Wafer genannt. Dies ist dann die Basis für die Solarzellen, wobei auch in der Computerindustrie diese Wafer benutzt werden. Die Solarzellen entstehen nun, indem die Wafer gemessen, beschichtet und poliert werden um die optimale Oberfläche zu erhalten. Anschließend werden zwei der kristallinen Siliziumschichten zusammengefügt, wobei eine positiv und eine negativ dotiert wird, wodurch der p-n-Übergang entsteht. Als vorletzter Schritt werden die Solarzellen dann zu den Modulen verschaltet um als letztes in der Wertschöpfungskette mit den anderen Bauteilen verknüpft und an seinem Standort installiert zu werden. Wenn ein Konzern die komplette Wertschöpfungskette seines Faches ausfüllt so nennt man dies einen Integrierten Anbieter.
- Solarenergie
Die Sonne ist unser wichtigster Energiespender. Durch die Solarenergie wird die Erde erwärmt und macht eine biologische Existenz wie unsere überhaupt erst möglich. Durch sie wird eine der wichtigsten Reaktionen für das allgemeine Leben auf der Erde in Gang gesetzt: die Photosynthese. In ihr wird die Solarenergie zu Sauerstoff und Glucose umgewandelt und somit für uns direkt nutzbar gemacht. Laut der Definiton von Solarenergie entsteht diese durch die ständige Kernfusion in der Sonne und gelangt durch elektromagnetische Strahlung auf die Erde. Dabei ist die Menge an Strahlungsenergie, die auf der Erdoberfläche ankommt, von der Zusammensetzung der Erdatmosphäre und dem Winkel abhängig, in dem die Strahlung in sie eindringt. Dadurch entstehen die unterschiedlichen Klimazonen auf der Erde.
- Seit wann wird solare Energie genutzt?
Seit die Sonnenenergie gemessen wird, sind ihre Werte annähernd konstant. Da es auch keine Hinweise darauf gibt, dass die solare Energiezufuhr auf der Erde in der Geschichte Schwankungen unterlegen ist, wird diese seit geraumer Zeit genutzt. Daher hat bereits bei den Ägyptern ein starker Sonnenkult stattgefunden. Bei ihnen und bei den Azteken finden sich bereits frühe Formen der passiven Nutzung der Sonnenenergie durch ihre Architektur. Doch in der Geschichte der Nutzung der Solarenergie ist ihre aktive Nutzung eine Entwicklung der Neuzeit. Sie ist auf die Entdeckung des Photoeffekts des französischen Physikers Henry Becquerel in 1839 zurückzuführen.
- Solarer Deckungsbeitrag
Der solare Deckungsbeitrag bezeichnet bei Solaranlagen den Anteil der produzierten Energie an der insgesamt benötigten Energie eines Hauses. Dabei wird für die benötigte Gesamtenergie zum einen die Energie für Warmwasser und Heizung berechnet, zum anderen fließt der Bedarf an Energie in Form von Strom in die Gesamtmenge mit ein, es ist aber auch eine Trennung von Strom- und Wärmeenergieerzeugung bei der Angabe des solaren Deckungsbeitrags möglich. Dabei ist wird vor allem bei der Solararchitektur eine möglichst hoher Wert angestrebt, der daran mündete, das erste Häuser einen Deckungsbeitrag von 100 Prozent oder mehr haben, dass heißt sie können sogar mehr Energie produzieren als sie verbrauchen. Dies wird zunächst dadurch erreicht, das der Deckungsgrad für Warmwasser und Heizung mindestens 50 Prozent ausmacht. Dies wird durch gute Dämmung und konsequente Nutzung der passiven Energie durch optimal angeordnete, groß dimensionierte und nach Süden hin ausgerichtete Fensterflächen erreicht. Außerdem sorgen Sonnenkollektoren stets für eine große Menge an Wärmeenergie. Falls dies jedoch nicht ausreicht kann mittels des gewonnen Solarstroms der separaten Photovoltaikanlage die Heizung unterstützt werden. Dies ist jedoch meist nur im Winter oder bei langen Schlechtwetterperioden nötig, da relativ große Wärmespeicher verwendet werden, die auch mehrere Tage die Heizung betreiben können.
- Solarfassade
Solarfassaden können sowohl eine Ergänzung als auch ein Ersatz für eine Solaranlage auf dem Dach sein. Mit einem geringem Mehraufwand gegenüber normalen Fassaden, können umweltfreundliche und architektonisch ansprechende Fassaden realisiert werden. Weiterhin wirkt die Solarfassade als Dämm-, Wärme- und Lärmschutz. Ebenso Elektrosmok wird am Eindringen in das Gebäude gehindert. Solarfassaden werden im Allgemeinen genauso installiert, wie Solaranlagen auf dem Dach. Solarfassaden bestehen aus einem Montagesystem, Wechselrichter, Speichersystem und Verkabelung. Dabei können Solarfassaden gleich beim Hausbau mit eingeplant werden und somit helfen, die Vorgaben für Niedrigenergiehäuser zu erfüllen. Besonders großflächige Häuser, wie Hochhäuser, generieren mit einer Solarfassade große Leistungen.
- Solar Installation
Generell ist eine Solar Installation auf allen Gebäudeflächen realisierbar. Abhängig vom Montagesystem sind folgende Dachformen mit Solarmodulen belegbar: Auf ein Schrägdach bzw. Satteldach, ein Flachdach, an der Fassade sowie auf Lichtdächern. Mit Ausnahme der Fassadenkollektoren sind alle genannten Flächen sowohl per Aufdachkonstruktion als auch per Indachkonstruktion zu belegen.
- Solarenergie (Sonnenenergie)
Unter Solarenergie oder auch Sonnenenergie bezeichnet man die von der Sonne ausgehende Energie, die in Form von elektromagnetischer Strahlung auf die Erdoberfläche gelangt. Die gesamte auf die Erdoberfläche auftreffende Energiemenge beträgt das fünftausendfache des Energiebedarfs der Menschheit!
- Solargenerator
Unter dem Solargenerator versteht man die Gesamtheit aller Solarmodule beziehungsweise PV-Module einer Photovoltaikanlage. Dieser Generator wandelt die Sonnenenergie in elektrische Energie um.
- Solarkabel
Solarkabel unterscheiden sich von normalen Kabeln vor allen Dingen in den verwendeten Materialien. Im Allgemeinen müssen Solarkabel doppelt isoliert sein und dürfen nur aus einer Ader bestehen. Solaranlagen sind extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Somit müssen auch die Solarkabel für einen Temperaturbereich von -40°C bis +125°C ausgelegt sein. Weiterhin wichtig ist der Schutz vor UV-Strahlung und Feuchtigkeit. Der Querschnitts des Kabels sollte entsprechend vorsichtig bemessen werden, dass die Energieverluste unter einem Prozent liegen. Für die meisten Anforderungen reicht ein Kabelquerschnitt von 4 Quadratmillimetern völlig aus. Allerdings ist von kleineren Querschnitten abzuraten. Andere notwendige Eigenschaften sind: Säuren- und Laugenbeständigkeit, Abriebsfestigkeit, geringer Durchmesser (platzsparend).
- Solarkataster
Mit Hilfe von Flugzeugen oder Hubschraubern werden lasergesteuert hochauflösende digitale Oberflächenmodelle von Hausdächern erstellt. Gleichzeitig werden für diese Standorte das Solarpotential errechnet. Das Solarpotential wird in der Einheit kWh/m² über einen bestimmten Betrachtungszeitraum (z.B. Jahr, Monate) angegeben. Die gesamten Daten werden in einem sogenannten Solarkataster angezeigt. Interessierte Bürger, Unternehmer oder Kommunen können durch einfaches Eingeben des Ortes, Strasse und Hausnummer sofort das Solarpotential ihres Standortes ermitteln. Sollte ein Standort noch nicht in einem Solarkataster zu finden sein, bieten diverse Firmen (SUN-Area) dieses Service an. Alle großen und größeren Städte Deutschlands sind schon erfasst und können via Websuche gefunden werden.
- Solarkollektor
Als Solarkollektor werden Vorrichtungen bezeichnet, die in der Lage sind, die Energie der eintreffenden Solarstrahlung zu sammeln und damit das Brauchwasser sowie das Heizungssystem eines Hauses zu unterstützen oder gar zu ersetzen. Der Wirkungsgrad solcher Anlagen ist sehr hoch, da fast das vollständige Spektrum der Solarstrahlung genutzt werden kann, sie reichen von ca. 60 bis hin zu 75 % solarem Deckungsbeitrag zum Wärmeenergieverbrauch. Für das Wirkprinzip des Solarkollektors entscheidend ist dabei der Absorber. Dieser wandelt die durch die Sonnenstrahlung einfallende Energie in Wärme um und gibt sie anschließend an einen Wärmeträger ab, der durch den Absorber hindurch fließt. Der Wärmeträger leitet die Wärme dann zur direkten Verwendung oder Speicherung weiter. Damit die Technik ihre optimale Leistung bringt benötigt es natürlich einer sehr guten Wärmedämmung, denn die Temperaturen die in diesem Verfahren entstehen können enorm hoch sein und entsprechend hoch könnte sich auch der Energieverlust bei schlechter Materialwahl oder Montage der Dämmung gestalten. Anhand der Dämmung werden die Solarkollektoren dann zumeist auch unterschieden, wobei die Flachkollektoren normales Dämmmaterial verwenden. Ausgefeilter sind die Vakuumkollektoren in Röhrenform oder flach, die jedoch sehr teuer sind. In Schwimmbädern werden zudem häufig auch einfache Kunststoffrohre, Einfachabsorber oder auch Niedertemperatur-Kollektor genannt, verwendet. Diese verfügen meist über gar keine Dämmung, da sie auch keine übermäßige Erwärmung erzeugen sollen.
- Solarkonstante
Unter der Solarkonstante versteht man, wie viel Energie die Sonne pro Sekunde auf einen Quadratmeter Fläche auf der Erde abgibt. Auf Meereshöhe beträgt der Wert 1,37kW/m², in 3.400m Höhe 1,6 kW/m² und im Weltraum 1,9 kW/m². Im Weltraum ist die Sonnenstrahlung fast konstant. Auf der Erde kann der Wert durchaus zwischen den Tages- und Jahreszeit schwanken. Weiterhin ist die Solarkonstante vom Breitengrad und der Witterung abhängig. Ebenso trägt die Atmosphäre zu Schwankungen bei. Zum einen kann die Sonnenstrahlung absorbiert, zum anderen gestreut werden. Im Jahresmittel beträgt die Sonneneinstrahlung in Deutschland je nach Region zwischen ca. 950 und 1100 kWh/m2.
- Sonstige Fläche
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) trennt zwischen Konversionsflächen, sonstige Flächen und Grünflächen. Konversionsflächen sind vor der Nutzung als Photovoltaikanlage als Wirtschafts-, Verkehrs-, Wohnungsbau- oder Militärfläche genutzt worden und weisen einen gewissen Grad an Verschmutzung oder Kontaminierung auf. Grünflächen sind Ackerland und Wiesen. Diese Flächen werden ab 2011 nach dem EEG nicht mehr gefördert, weil landwirtschaftlich nutzbare Flächen nicht zweckentfremdet werden sollen. Sonstige Flächen sind Freiflächen entlang von Autobahnen oder Schienenwegen. Wichtig für die Förderung ist, dass die Photovoltaik-Anlage bis zu einer Entfernung von maximal 110 Metern zum äußeren Rand der Fahrbahn errichtet werden muss.
- Solarmodul
siehe Photovoltaikmodul
- Solarzelle
Eine Solarzelle wandelt Sonnenlicht ohne mechanische oder chemische Vorgänge und ohne Materialverbrauch in elektrischen Strom um. Mehrere verschaltete Solarzellen werden zu einem Photovoltaikmodul verschaltet.
- Solarzellen Raumfahrt
Der Siegeszug der Solarzelle begann in der Raumfahrt und dort ist sie auch heute noch die Energiequelle, welche das Arbeiten im Weltall erst möglich macht. Das erste Mal kamen Solarmodule am 17. März 1958 zum Einsatz, als die USA den Satelliten Vanguard I damit bestückt ins Weltall schoss. Der Satellit besaß insgesamt 108 Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von 10,5 % und diente nur dem Aufladen der mitgeführten Akkumulatoren. Nach anfänglicher Skepsis legte sich diese schnell, denn der Satellit schickte bis Mai 1964 Signale zur Erde, was den Durchbruch für die Solarzelle in der Raumfahrt bedeutete, da die bis dahin verwendeten Batterien bei weitem nicht diese Lebensdauer hatten und auch heute noch nicht haben. In Folge dieses Erfolges wurden Solarzellen ständig weiterentwickelt und werden in jedem Satelliten sowie auch auf der Raumstation ISS verwendet. Dort befinden sich insgesamt acht Solarpaneele im Einsatz, die in Einheiten zu je 2 Modulen über Rotationsgelenke in Richtung Sonne ausgerichtet werden können. Sie erzeugen eine Gesamtspannung von 160 Volt. Problematisch ist hier nur die schnellere Abnutzung der Solarzellen durch die erhöhten Strahlungswerte im Weltraum, wodurch häufiger Arbeiten an den Solarsegeln der Raumstation fällig werden. Die Leistung heutiger Solarzellen in der Raumfahrt beträgt mehrere kW, diese Energie findet auch in Raumsonden für den Ionenantrieb ihre Anwendung.
- Sonnenstrahlung
Die Sonnenstrahlung ist die Strahlung die von der Sonne ausgesendet wird. Sie ist zum einen eine elektromagnetische Strahlung, was bedeutet, dass sie aus einer Welle von magnetischen und Elektrischen Feldern besteht. Zum anderen handelt es sich auch um eine Teilchenstrahlung, die aus den geladenen Teilchen der Sonnenwinde und bei der Kernfusion der Sonne entstehende Neutrinos besteht. Das Spektrum der elektromagnetischen Sonnenstrahlung bewegt sich im Bereich von 0,1 nm der Röntgenstrahlung bis hin zu mehren Zentimetern und Metern der Radiowellen. Es enthält eine Vielzahl von Absorptionslinien im Bereich der nahen Infrarotstrahlung bis zur UV Strahlung. Die Leistung, die von der Sonnenstrahlung beim Erreichen der Erde erreicht wird liegt bei 1,367 kW pro Quadratmeter und wird als Solarkonstante bezeichnet. Sie ist eine wichtige Konstante bei der Berechnung und Beurteilung der Leistungsabgabe von Solarzellen. In der Erdatmosphäre wird die Sonnenstrahlung teilweise absorbiert und reflektiert, wodurch ihre Stärke an der Erdoberfläche leicht nachlässt. Die Strahlungsstärke an der Erdoberfläche ist außerdem abhängig vom Eintrittswinkel der Sonnenstrahlung. Die Sonnenstrahlung ist für die Erwärmung der Erdoberfläche verantwortlich, wo sie auch ihre meiste Energie an Feststoffe, Wasser und Gase abgibt. Sie ermöglicht dadurch das Leben auf der Erde. Strahlung die vollständig auf der Oberfläche oder in der Atmosphäre reflektiert wird gelangt wieder zurück ins Weltall.
- Sonnenenergie
siehe Solarenergie
- Spannung
Die elektrische Spannung (Formelzeichen U) ist eine physikalische Größe und ihre Maßeinheit ist Volt. Die elektrische Spannung gibt an, wie stark der Antrieb des elektrischen Stroms ist. Andererseits gibt die elektrische Spannung den Unterschied der Ladungen zwischen zwei Polen an. Es gibt auf der einen Seite einen Pluspol (Mangel an Elektronen). Demgegenüber steht der Minuspol (Überschuss an Elektronen). Zwischen diesen Polen baut sich die elektrische Spannung auf, die sich dann durch eine Verbindung entlädt und in diesem Moment kommt es zu einem Stromfluss. Diese Funktionsweise nutzen Solarzellen. Eine Solarzelle besteht aus unterschiedlich geladenen Siliziumflächen. Durch den Lichteinfall werden Ladungsträger freigesetzt (Elektronen) und dadurch baut sich eine elektrische Spannung auf. Wird nun via Kabel ein Spannungsausgleich initiiert, fließt Gleichstrom. Solange Licht auf die Solarzellen fällt, wird eine Spannung und damit Strom erzeugt.
- Sparren
Als Sparren werden die Träger innerhalb der Dachkonstruktion bezeichnet, die von der Traufe zum First verlaufen. Die Dachkonstruktion trägt die Dachhaut, die den Teil des Daches darstellt, der das Haus vor Witterung beschützt. Üblicherweise ist die Dachkonstruktion aus Holz. Solaranlagen werden zur Zeit meist nachträglich auf dem Dach installiert. Somit muss die Tragfähigkeit des Daches auf das zusätzliche Gewicht der Solaranlage angepasst werden, oder die Dachkonstruktion hatte noch Luft nach oben und hält das zusätzliche Gewicht. Bei einem Neubau kann die Solaranlage von Beginn an mit eingeplant werden. Wegen dem höheren Gewicht und für eine gute Kabelverlegung, werden heutzutage Sparren aus Metall verwendet. Sie sind oft mit einem Schienensystem und Gummidichtungen ausgestattet.
- Standard Test Conditions (STC)
Standard Test Conditions (STC), zu deutsch: Standard Test Bedingungen. Ausgehend von diesen Bedingungen können die Kenndaten der Module genormt werden und sind damit vergleichbar.
STC-Bedingungen:
• Einstrahlung 1000 W/m2
• Umgebungstemperatur 25°C
• AM 1,5 (Air-Mass = engl. Luftmasse)
- String (Strang)
Ein String oder auch Strang ist eine Reihenschaltung mehrerer Module eines Stromgenerators. Ebenfalls als String (Modulstring) werden mehrere in Reihen geschaltete Solarzellen eines Moduls bezeichnet.
- String Ribbon Verfahren
Bei dem String-Ribbon-Verfahren handelt es sich um einen Produktionsprozess, bei dem polykristalline Wafer auf Siliziumbasis hergestellt werden. Gegenüber dem herkömmlichen Blockgussverfahren fallen bis zu 50% weniger Siliziumabfälle an, weil die Siliziumblöcke weder gesägt noch gefräst werden. Beim String-Ribbon-Verfahren wachsen in einem komplexen chemischen Prozess zwischen zwei Drähten die Wafer aus der Schmelze. Auf Basis der so produzierten Wafer hergestellte Solarmodule, haben eine Energieamortisationszeit von unter 12 Monaten. Das heißt, nach nicht mal einem Jahr erzeugen sie mehr Strom als bei ihrer Fertigung verbraucht wurde. Alle Patente an diesem Verfahren hält die Evergreen Solar Inc. in den USA.
- Stromspeicher
Stromspeicher wandeln die von Photovoltaikanlagen produzierte Energie so um, dass sie gespeichert werden kann. Dies muss geschehen, da die von Solaranlagen produzierte Energie selten genau dann gebraucht wird, wenn sie erzeugt wird. Deshalb muss sie gespeichert und für einen späteren Zeitpunkt verfügbar gemacht werden.
So werden in Großanlagen beispielsweise größere Wassermengen in höher gelegene Becken gepumpt, um dieser zur späteren Energiegewinnung wieder abzulassen. Eine für Einzelhaushalte praktikablere Möglichkeit ist das Laden von Batterien, was momentan die gängigste Methode zur Speicherung von Solarenergie ist. Es gibt auch schon erste Akkumulatoren wie den Blei-Gel-Akku als Stromspeicher. Außerdem gibt es eine sehr breite Forschung auf dem Gebiet der Speicherung von Solarenergie.
- Anlage
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